Wie ich zum Malen gekommen bin !

 

Gemälde habe ich mir immer schon gerne angesehen und geträumt auch malen zu können. Nach meiner Pensionierung in 2008 habe ich mir dann ein Buch gekauft "Wie male ich richtig" (unnötige Geldausgabe). Aus dem Baumarkt erwarb ich mir drei Pinsel in unterschiedlichen Stärken und einen Satz mit 10 kleinen Acryl-Farbtuben. Um den Umgang mit Farben, Pinseln und Leinwand zu erlernen, habe ich vorerst begonnen, Bilder im realistischen Stil zu malen, die mich aufgrund von Farbgebung oder Motiv interessierten. Nach einigen Versuchen, die nicht vorzeigbar waren, klappte es dann langsam immer besser.  Die Vorlagen entnahm ich von Fotos aus Zeitungen oder aus dem Internet. Inzwischen versuche ich mich von Vorlagen zu lösen. Natürlich habe ich Vorbilder, deren Namen ich lieber nicht erwähne. Mein Ziel ist es eigene Motive im realen, minimalistischen Stil zu kreieren. Dabei machen mir Darstellungen von Situationen, die es wahrscheinlich so nicht geben wird, am meisten Spaß, wobei in vielen Fällen Tiere als Akteure herhalten müssen. Meine Bilder sind cartoon-artig und sollen zum Schmunzeln anregen. Mit Ausnahme von zwei Selbstbildnissen, die ich mit Ölfarbe versucht habe, male ich meistens nur mit Acrylfarben, irgendwie komme ich damit besser klar. Auch wenn die Familie nicht objektiv kritikfähig ist, habe ich mich dann getraut die ersten Bilder zusammen mit anderen Künstlern anlässlich einer örtlichen Kunst- und Kulturwoche auszustellen. Bisher war ich jetzt viermal dabei, weitere Bilder durfte ich in einer Tierklinik und einer Zahnarztpraxis zeigen. 2015 hatte ich meine erste eigene Ausstellung in einer Galerie, der Erfolg war sehr positiv. Jetzt kaufe ich die Malmaterialien auch nicht mehr im Baumarkt. Inzwischen habe ich 200 Bilder erstellt, 50 davon konnte ich bis jetzt verkaufen. Dies hat mich natürlich erfreut, auch wenn die Abgabe eines Bildes immer noch ein bisschen mit Wehmut verbunden ist.

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Helmut Schmidt